Elektrifizierung war gestern, Energieeffizienz ist heute! - 24 sächsische Unternehmen auf energetischen Wegen
Dresden, 30. September 2011. Wenn sächsische Unternehmen sich dem aufwendigen Prozedere einer Energieanalyse unterziehen, dann haben sie für sich die Notwendigkeit erkannt, den höheren Energiepreisen etwas entgegen setzen zu müssen. 24 sächsische Unternehmern aus dem Maschinenbau, dem Bäckerhandwerk, dem Textil- und dem Dienstleistungsgewerbe erhielten gestern offiziell die Urkunde zum Sächsischen Gewerbeenergiepass aus der Hand des Sächsischen Staatsministers Sven Morlok.
„Der rationelle Umgang mit Energie ist entscheidend für die Zukunft der Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt“, sagte Staatsminister Morlok. „Nach aktuellen Studien muss die Industrie bis 2020 von 30 Prozent höheren Strompreisen gegenüber 2010 ausgehen, bis 2030 sogar von 55 Prozent. Insbesondere für die sächsischen Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit ist deswegen Energieeffizienz wichtiger denn je.“
Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH ist im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Beratungsinstrument „Sächsischer Gewerbeenergiepass“ aktiv unterwegs, der sächsischen Öffentlichkeit gute Ideen zu mehr Energieeffizienz in Unternehmen vorzustellen. Umgesetzte innovative Projekte sind die besten Argumente, um auf die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines effizienten Energieeinsatzes in Betrieben hinzuweisen. In Sachsen sind es über 100 Betriebe, die eine Energieberatung dieser Art erfolgreich beendet haben. Die Ergebnisse der Analyse fließen in die weitere Investitionsplanung ein.
Ein Urkundenempfänger war Herr Ulf Goralski, Produktionsleiter der Frottana Textil GmbH & Co. KG. „Für unser energieintensives Unternehmen hat der Pass über 10 % Einsparpotential aufdeckt. „ sagt Herr Goralski „Die Investitionskosten zur Erschließung werden sich in 3 Jahren amortisiert haben.“ Weitere Urkundenempfängerein war Rosemarie Haase, Geschäftsführerin der Erzgebirgischen Landbäckerei Drebach. Als sie sich 1990 mit 6 Mitarbeitern selbständig machte, hätte sie es sich nicht träumen lassen, dass dieses Unternehmen auf 104 Beschäftigte anwachsen würde. „Bäckereien sind sehr energieintensive Betriebe. „sagt Frau Haase „Daher war eine professionelle Analyse von möglichen Einsparpotentialen für mich ganz wichtig. Energiekosten werden zunehmend ein Thema, um die Zukunftsfähigkeit der Bäckerei zu sichern.“
Die Urkundenüberreichung fand am 29. September in der Bergquellbrauerei Löbau statt - ebenfalls ein Unternehmen mit dem Sächsischen Gewerbeenergiepass. Die Brauerei rüstete 2010 im Sudhaus eine sogenannte „Energieschaukel“ nach, die ohne die Qualität des Brauprozesses zu beeinträchtigen dem Unternehmen künftig eine Ersparnis von mindestens 20 % im Erdgasverbrauch beschert (ca. 25 T€ pro Jahr). Die Anlagentechnik wurde durch den Freistaat Sachsen gefördert.
Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Kompetenz- und Beratungszentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung und Energieeffizienz. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank -.
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